Werdegang (Staffel 1-4)

Er ist kaum 200 Jahre alt, also jünger als Angel. Giles, 2.03 - Elternabend mit Hindernissen

Spike wird ca. 1860 in London, England unter dem bürgerlichen Namen William Pratt geboren. Seine Mutter ist Anne Pratt, der Vater unbekannt. William lebt bis zu seinem Untot bei seiner Mutter, die an einer schweren Lungenentzündung erkrankt ist. Er ist ein Adliger niederen Standes, der bei gesellschaftlichen Anlässen gerne seine (diletantische) Dichtkunst zum besten gibt (siehe Spitzname). Als der Junggeselle eines Abends der Adligen Cecily seine Liebe gesteht, wird er schroff abgewiesen, da es sich 1880 für eine Frau ihres Standes nicht ziemt, mit einem Mann aus niederen Verhältnissen liiert zu sein.

You know what I wish!? I wish you were the bloody ones. William, Comic - Spike: Old Times

Was er jedoch nicht weiß - und auch lange Zeit nicht erfahren soll: Cecily ist in Wahrheit ein auf Racheakte enttäuschter Frauen spezialisierter Dämon mit dem Auftrag, die Gesellschaft des Abends zu töten. Bei seinem stürmischen Abgang liefert William dazu das entscheidende Stichwort.

Als William vollkommen aufgelöst durch die Straßen Londons stolpert, wird die Vampirin Drusilla auf den jungen Mann aufmerksam und wandelt ihn in einer dunklen Gasse zum Vampir.

Unser Spike ist im vorigen Jahrhundert gegen zwei Jägerinnen angetreten und hat sie beide getötet.Giles, 2.03 - Elternabend mit Hindernissen

Spike entwickelte von Anfang an eine besondere Affinität zu den Jägerinnen. Er sieht es als eine besondere Herausforderung und seine Berufung, den Schrecken der Untoten zu vernichten. Seine erste Gelegenheit das Blut einer Jägerin zu kosten hat er während des Boxeraufstandes 1900 in China. 1977 tötet er eine zweite Jägerin in der New Yorker U-Bahn. Seine Trophäe, ihr langer schwarzer Ledermantel, trägt heute noch.

120 Jahre verbringt Spike mit der geistesgestörten Vampirin Drusilla. Als sie aus Prag vor einem wütenden Mob fliehen müssen, wird Drusilla schwer verletzt und Spike sucht am Höllenschlund von Sunnydale nach einer Heilung. Natürlich ist die Aussicht auf eine weitere Trophäe ein zusätzlicher Ansporn für Spike.

Nachdem er den Gesalbten vernichtet hat (ein Vampirkind, das die Nachfolge des Meisters antreten sollte), übernimmt er den Ton in Sunnydales Vampirunterwelt. Nach einigen Scherereien mit der Jägerin und ihren Freunden erkennt er schließlich, dass der Schlüssel der Heilung seiner geliebten Dru im Blut von Angel liegt. Ironischerweise ist der Vampir mit der Seele der Schöpfer von Dru (und auch für ihren Wahnsinn verantwortlich).

Das Ritual zur Wiederherstellung ihrer Kraft gelinkt, doch Spike wird beim Einsturz der Kapelle schwer verletzt und kehrt als Krüppel im Rollstuhl wieder. Dru hat währenddessen die Kontrolle übernommen und ist bösartiger als je zuvor (zumindest bösartiger, als Sunnydale sie bisher erlebt hat). Als Angel durch den Moment vollkommenen Glücks seine Seele wieder verliert und sich dem Trio anschließt, bricht eine harte Zeit für Spike an. Angelus nutzt jede Gelegenheit, um Spike fertig zu machen. Spätestens hier fragt man sich, welche Gefühle Drusilla für Spike empfindet. Denn sie spielt bei Angelus Spielchen freudig mit, obwohl es nicht zu übersehen ist, wie Spike darunter leidet.

Als Angelus schließlich auf die wahnwitzige Idee kommt einen uralten Dämon zu erwecken, der die Menschheit vernichten soll, wendet Spike sich zum ersten mal gegen seine Schöpferin und ihren Meister. Er verrät sie an Buffy, damit das Ritual nicht vollzogen werden kann und er seine Dru zurückgewinnt. Mit ein Grund ist natürlich auch, dass er keinen Sinn darin sieht die Menschheit zu vernichten. Denn wo bleibt der Spaß, wenn es niemanden mehr zum quälen und aussaugen gibt? Viel wichtiger ist ihm allerdings Drusilla (deshalb kümmert es ihn auch nicht, dass Angelus Buffy beinahe tötet, obwohl das Ritual noch voll im Gange ist).

Spike verlässt den Kontinent. Nur wenige Monate später lässt ihn Dru sitzen, da er ihr zu weich geworden und nicht mehr bösartig genug ist. Während sie sich mit einem Chaosdämonen vergnügt, kehrt Spike nach Sunnydale zurück. Als er erfährt, dass sich Willow für die schwarze Magie interessiert, kidnappt er sie und Xander, um einen Liebeszauber für Dru zu sprechen. Nach einer ordentlichen Keilerei mit Buffy und einigen Vampiren (Spike schlägt sich erstaunlicher Weise wieder auf die Seite der Jägerin) erkennt Spike, dass er keinen Zauber braucht um seine Geliebte wiederzugewinnen. Er muss einfach nur lernen härter durchzugreifen. Die Rechnung scheint aufzugehen... bis Dru ihn erneut für einen Dämonen verlässt. Damit ist für ihn das Kapitel Drusilla entgültig abgeschlossen.

Nach einem Jahr ruheloser Wanderschaft kehrt er nach Sunnydale zurück, um den sagenumwobenen Stein von Amara zu finden. Er soll seinen Träger unverwundbar machen. Jedoch machen ihm sowohl Buffy als auch Angel (kurze Zeit später in Los Angeles) einen Strich durch die Rechnung.

Es ist wieder eine Weile still um den Vampir. Während sich die Jägerin anderen Problemen zuwendet, beginnt Spike eine Beziehung mit der Ex-Cliquenschnepfe der einstigen Sunnydale High, "Dumm-wie-Bohnenstroh-Harmony". Während des Rituals des Aufstiegs und dem Kampf gegen die Vampirmeute wurde sie gebissen und wahrscheinlich von einem Ex-Schüler verwandelt. Spike teilt sein Bett mit ihr, doch seine Leidenschaft gilt einer anderen: Buffy. Sein Hass konzentriert sich wieder auf die Jägerin, weil er ihr die Schuld für die Trennung von Dru gibt.

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Derweil ist eine neue Organisation in Sunnydale aufgetaucht. Die Initiative bemächtigt sich Spike und pflanzt ihm einen Chip ein, der jegliche gewalttätige Ausbrüche gegen Menschen mit starken Schmerzen bestraft. Ziel dieses Experimentes ist entweder, dass die Testperson aus Nahrungsmangel verhungert, oder dass sie ähnlich wie ein Hamster durch Schmerzen lernt, falsches sein zu lassen.

Spike wird eine Weile in den unterirdischen Hochsicherheitsgefängnissen der Initiative gefangen gehalten. Es gelingt ihm jedoch zu fliehen. Auf der Suche nach frischer Nahrung landet er in Willows Stundentenzimmer. Als er versucht, sie zu beissen, muß er schmerzhaft feststellen, dass es ihm unmöglich ist, Menschen zu attackieren.

Er stellt jedoch schnell fest, dass er Dämonen problemlos angreifen kann - das perfekte Mittel, um seine angestaute Aggression los zu werden.

...to be continued

William, der Blutige Vampirmythologie James Marsters Home