Vernichtung und Schutz

Ich werde nicht fliegen. Da kann ich mich nicht vor Tageslicht schützen. Angel, 2.13 - Der Fluch der Zigeuner

Vampire sind zwar unsterblich, aber nicht unverwundbar. Sie sind stärker als gewöhnliche Menschen, aber sie haben Schwächen, die ihnen schnell zum Verhängnis werden können.

Sonnenlicht

Vampire meiden das direkte Sonnenlicht, das sie innerhalb von Sekunden zu Asche verbrennen kann. Ältere Vampire sind gegen Licht etwas wiederstandsfähiger, doch auch sie verbrennen, wenn sie sich ungeschützt in das Sonnenlicht begeben. Auch direktes Feuer ist eine Möglichkeit einen Vampir zu töten.

Pfählung

Wird das Herz des Vampirs mit einem Holzpflock oder einem Pfeil durchbohrt, zerfällt er augenblicklich zu Staub - mitsamt Kleidung und allem drum und dran. Man kann davon ausgehen, dass sich der Dämon im Zentrum des Blutkreislaufes eingenistet hat (also im Herz) und von dort aus jede einzelne Faser des Körpers steuert. Daher wird der Wirt buchstäblich ausgelöscht, wenn das Zentrum vernichtet wird.

Der (christliche) Glaube

Außerdem ist der Vampir sehr empfindlich gegenüber Symbolen des christlichen Glaubens (Kruzifixe, Weihwasser). Der direkte Kontakt schmerzt ihn und kann schwere Verbrennungen herbeiführen. Allerdings ist die Berührung nicht tödlich. Ein Vampir kann sich jedoch in Glaubenshäusern aufhalten, solange er mit den religiösen Symbolen nicht in Hautkontakt kommt.

Wir definieren uns durch das, was wir fürchten. Dieses Symbol... diese zwei Balken aus Holz... sie verwirren mich. Sie erfüllen mich mit tödlichem Grauen... Aber die Furcht entsteht im Kopf. Wie Schmerzen lässt sie sich kontrollieren. Und wenn ich mich meiner Furcht stelle, kann sie mich nicht beherrschten. Der Meister, 1.10 - Die Macht der Träume

Um sich vor Vampiren zu schützen, empfiehlt es sich, stets ein Kreuz mit sich zu tragen. Dabei ist es völlig gleich, ob man von seiner Wirkung überzeugt ist, oder nicht. Es wird jedoch nur im ersten Augenblick des Schocks wirkungsvoll sein. Der Vampir kann es mit etwas Überwindung leicht davon schleudern.

Die Erlaubnis

Der wirkungsvollste Schutz vor einem Vampirüberfall sind die eigenen vier Wände. Es ist einem Vampir unmöglich ein privates Haus ohne Erlaubnis einen Bewohners (bzw. einer Person, die sich im Haus befindet) zu betreten. Solange ihn niemand hereinbittet, wird er von einer magischen Barriere ausgesperrt. Sollte man ihn allerdings in irgendeiner Weise auffordern, das Haus zu betreten, kann er fortan nach belieben ein- und ausgehen. Die Barriere lässt sich nur durch einen Zauberbann wieder herstellen.

Der Ring von Amara

Es gibt allerdings auch für Vampire einen ultimativen Schutz vor allen Schäden: den Stein von Amara. Er ist so etwas wie "der Heilige Gral der Vampire" (Giles, 4.03 - Der Stein von Amara) und macht sie quasi unverwundbar. Sie können im Sonnenlicht wandeln und ihre Wunden heilen augenblicklich (Pfählen wird also wirkungslos). Der Stein ist ein Ring, der für Jahrhunderte in einer Gruft unter Sunnydale verborgen lag. Spike kann den Ring bergen, doch er verspielt seine Chance im Kampf gegen die Jägerin und hat auch später im Kampf gegen Angel (Angel, 1.03 - Der Ring von Amara) keine Chance, den Ring zurück zu gewinnen. Angel vernichtet den Stein von Amara, der für ihn zwar ein Segen wäre, aber ein Fluch wenn ihn irgendein anderer Vampir in die Finger bekommen würde.

Genau das trifft übrigens einige Jahre später tatsächlich ein (Comic, Spike: Lost and Found). Der zweite Ring wird ausgerechnet von Spikes Exfreundin Harmony gefunden, die das Schmuckstück zusammen mit anderem Kram auf Epay vertickt.
Der glückliche Hauptbieter - natürlich ein Vampir - macht durch ein kleines Blutbad im Sonnenschein auf sich aufmerksam und wird daraufhin von Angel und Spike zur Strecke gebracht. Diesmal ist es Spike, der den (hoffentlich) letzten Stein vernichtet.

William, der Blutige Vampirmythologie James Marsters Home