Entstehung und Verbreitung

Seit Anbeginn der Zeit wurde die Erde von Dämonen beherrscht. Die Erde war ihre Heimat, ihre Hölle. Doch im Laufe der Zeit änderten sich die Gegebenheiten und der Weg wurde frei für sterbliche Lebewesen, den Menschen. Dennoch hinterließen uns die alten Herrscher etliche Spuren dieser Zeit, bestimmte Dämonen und Kreaturen. Als der letzte Dämon von der Erde verschwand, nährte er sich zuvor von einem Menschen. Ihr Blut vermischte sich und fortan war dieser Mensch von ihm besessen. Der Mensch biss einen zweiten und wieder einen, und so wanderten sie über die Erde und so nährten sie sich. Sie starben, vermischten sich mit anderen und breiteten sich aus. Sie warteten auf den Niedergang der Sterblichen und auf die Rückkehr der alten Herrscher. Giles, 1.01 - Das Zentrum des Bösen

Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Dämonen ist der Vampir kein reines Höllenwesen. Er ist vielmehr eine Symbiose aus Dämon und Mensch. Bei der Verwandlung stirbt der Körper des Menschen, doch er wird durch das dämonische Blut funktionsfähig erhalten. Das Herz schlägt nicht mehr und er atmet auch nicht mehr. Der Dämon, der sich durch das Blut 'überträgt' ist wie eine Art Organismus, der den menschlichen Körper als Wirt benutzt. Er regeneriert die Zellen fortwährend, so dass der Zersetzungsprozess aufgehalten wird. Doch da der tote Körper nicht mehr in der Lage ist, neue Blutkörperchen zu produzieren, braucht er frisches Blut von anderen Lebewesen. Er ist zwar auch in der Lage andere Nahrungsstoffe zu sich zu nehmen, doch sie haben keinerlei Nährwert für ihn.

Auch wenn der Vampir wie ein Mensch aussieht, ist der Körper durch den Dämonen mutiert. Das Gesicht ist zu einer raubtierartigen Fratze verzerrt und das Gebiss besteht aus messerscharfen Fangzähnen. Die Hände sind zu gefährlichen Klauen entstellt, die dem Gegner tödliche Wunden zufügen können. Solange der Vampir unter Menschen wandelt, setzt er sein 'menschliches' Gesicht als Maske auf, um sich ungestört unter ihnen zu bewegen. Sein wahres Gesicht zeigt er, wenn er jagt oder in besondere Stresssituationen kommt (Zorn, Schmerz,...).

To make you a vampire, they have to suck your blood and then you have to suck their blood. Buffy, 1.01 - Das Zentrum des Bösen

Ein Vampir kann sich nicht biologisch fortpflanzen. Er kann seine Fortpflanzungsorgane zwar weiterhin einsetzen, jedoch ist er zeugungsunfähig. (Das Kind von Angel und Darla lassen wir mal als einzigartige Ausnahme gelten)

You die and a demon sets up shop in your old house. And it walks and it talks and it remembers your life, but it's not you. Buffy, 2.07 - Todessehnsucht

Der Vampirismus wird durch Blutaustausch übertragen. Dabei genügen schon geringe Mengen vampirischen Blutes. Es gelangt durch den gewöhnlichen Verdauungskreislauf in die Blutbahn des Menschen und vermischt sich dort mit dem menschlichen Organismus. Die Transformation findet innerhalb weniger Minuten statt und ist von da an nicht mehr rückgängig zu machen.

Jesse is dead. You have to remember that when you see him, you're not looking at your friend, you're looking at the thing that killed him. Giles, 1.02 - Die Zeit der Ernte

Die Seele verlässt den Körper (oder wird zumindest verdrängt) und der Dämon nistet sich darin ein. Der Vampir ist eine Art pervertierte Imitation eines Menschen, die sein Aussehen, seine Erinnerungen und seine Persönlichkeit hat, aber nichts menschliches.

What you fought was a vampire, but it was something more than that. A Turok-Han. They are the vampires, that vampires fear. Giles, 7.10 - Wenn die Nacht beginnt

Turok-HanDer Vampir war den Menschen nicht immer so ähnlich. Die Urform des Vampirs, der Turok-Han, war sehr viel dämonischer als die heutigen Nachkommen. Im Gegensatz zu den Vampiren unserer Zeit war der Turok-Han rein Instinkt gesteuert, kaum intelligenter als ein einfaches Tier und mit dem einzigen Ziel zu töten ausgestattet. Erst im Laufe einer jahrtausendelangen Evolution passte er sich mehr und mehr den Menschen an. Dies war wohl notwendig, da die menschliche Bevölkerung rapide anwuchs und die Menschen den Vampiren in einigen Punkten im Vorteil waren. Die Vampire konnten ihren Opfern leicht selbst zum Opfer fallen. Zwar waren sie bei Nacht und Dunkelheit unbezwingbar, doch bei Tage ebenso hilflos und wegen ihres dämonischen Aussehens leicht zu erkennen. Durch die bedingte äußerliche Anpassung an ihre Beute büßten sie jedoch auch einige ihrer Fähigkeiten ein.

Der Turok-Han war stärker, als die heutigen Vampire und Pflöcke waren wirkungslos. Dieser Urvampir exsistiert in der heutigen Zeit nur noch als Mythos... glaubte man zumindest. Aber der Höllenschlund von Sunnydale wäre nicht der Höllenschlund, wenn er nicht ein paar Überraschungen parat hätte.

William, der Blutige Vampirmythologie James Marsters Home