Emotionen und die Seele

Ein Vampir übernimmt nur den menschlichen Körper. Aber zur Seele hat er keinen Zugang - die verschwindet. Darum kein Gewissen und keine Reue... (Angel, 1.07 - Blutige Küsse

Mit der Transformation wird das, was im allgemeinen als Seele bezeichnet wird, von dem Dämon vertrieben bzw. verdrängt. Die entscheidende Veränderung ist der Verlust von gesellschaftlichen Moralvorstellungen und des "Gewissens". Die wesentlichen Charakterzüge des früheren Menschen bleiben erhalten, allerdings steigert sich seine Gewaltbereitschaft um ein Vielfaches.

Es ist jedoch möglich die unsterbliche Seele wieder an den Körper zu binden. Von dem Vampir Angelus weiß man, dass er von einer Zigeunerin verflucht wurde und so seine Seele wiedererlangte. Abgesehen davon, dass sich Angelus durch seine Seele nun wieder mit seinem Gewissen auseinander setzen muss und von seinen Artgenossen wegen seiner Menschlichkeit geächtet wird, verhindert der Fluch jedoch auch, dass er jemals wahres Glück erleben kann. Sollte er einen Moment wahren Glückes empfinden, wird ihm die Seele wieder geraubt. Da er jedoch nicht mit seinemGewissen vereinbaren kann, sich wieder in diesen grausamen Killer zu verwandeln, zwingt er sich selbst dazu, der wahren Liebe zu entsagen.

Doch nicht nur durch Zigeunerflüche werden Seelen wiederhergestellt. Auch durch dämonische Magie kann ein Vampir seine menschliche Seele wiedererlangen; wie Spike am eigenen Leib erfährt. Das hat natürlich den Vorteil (oder auch den Nachteil - ganz wie mans sieht), dass die Seele durch nichts wieder aufgelöst werden kann. Anderes ist bislang nicht bekannt. Die Seele allein hindert natürlich keinen Vampir daran, auch weiterhin zu morden. Schließlich gibt es auch unter den Menschen genug gewissenlose Mörder - und die können die Schuld nicht auf einen bösartigen Dämon schieben, der sie beherrscht.

Ein beseelter Vampir kann keine weiteren beseelten Vampire erschaffen. Es ist maximal möglich, dass ein winziger Fetzen der Seele zurückbleibt und den jungen Vampir in den Wahnsinn treibt.

William, der Blutige Vampirmythologie James Marsters Home