Die Anime-Serie

Die TV-Serie lief zwischen 1979 und 1980. Es gab vierzig 20-minütige Folgen.
An der Serie waren viele bekannte Per­sön­lich­keiten des Animes be­tei­ligt, u.a. Shingo Araki. Produziert wur­de sie von der Tokyo Movie Shinsha. Auch diese Serie zählt zu den bekanntesten Shojo-Werken, vor allem dank der be­ein­druck­enden Dramatik, den guten Animationen und einem schönen Soundtrack.

Bis zu Episode 18 führte Tadao Nagahama Re­gie, doch wegen Dif­fer­enzen mit Oscar-Sprech­erin Reiko Tajima wurde er durch Osamu De­zaki ersetzt.
Während die 1. Hälfte der Serie durch groß­artige Effekte besticht, bietet die 2. Hälfte vor allem eine absolut mitreißende und her­vor­ra­gende Tra­gik.
Es kommen viele visuelle Effekte zum Einsatz, die der Erzählung eine zusätzliche Dramatik geben. Höhe­punkte der Handlung werden häufig als Standbildillustrationen dar­ge­stellt. Je düsterer die Handlung der Serie wird, desto schwerer wirken diese Bilder.
Wie auch im Manga entwickeln sich die Cha­rak­ter in der Serie von Kin­dern zu Erwachsenen. Das Cha­rak­terdesign ändert sich somit über die Folgen langsam, ohne dabei groß aufzufallen.
Hin und wieder fällt auf, dass die Münder der Figuren leicht ver­scho­ben wirken. Vermutlich hielt man sich bei dem Cha­rak­terdesign an Ikedas Manga, in dem dieses 'Phänomen' ähnlich ist.
Die Geschichte hält sich im großen und ganzen an die Mangavorlage. Die Slapstickszenen wurden jedoch völlig herausgelassen und auch das Geschlechterspiel von Lady Oscar ist weniger intensiv (Andeutungen gibt es aber immer noch genug).

1990 entstand auch ein 90-mi­nütiger "Film", der jedoch lediglich ein Zusammenschnitt der TV-Serie ist, und zudem neu synchronisiert wurde. Der Erfolg blieb ihm im großen und ganzen ver­währt.

Die Serie hatte auch international einen großen Erfolg. Ausgestrahlt wurde sie unter anderem in Frank­reich, Italien (aber stark zensiert, an­schein­end lief jede Folge nur 15 Minuten!), Peru, Chile, Singapur und so­gar in Indonesien.
Natürlich lief sie auch in Deutschland unter dem Titel Lady Oscar (so wie in allen anderen Ländern übrigens auch), mit einer recht guten deut­schen Bearbeitung. Glück­lich­erweise ist die Serie un­zen­siert, und wurde schon relativ oft von RTL2 gesendet.
Das Glanzstück der deutschen Ver­sion ist das ab­so­lut gelungene Titellied.
Außerdem: In Folge 28 kann man im Hintergrund das Original ja­pan­ische Abspannslied (Ai no Hikari to Kage) hören.

Produktionsstab

Planung:   Shigeru Umetani, Soichiro Yamamoto
Musik:   Kouji Makaino - Creamy Mami, Pelsia, Bubblegum Crisis
Animation Director/
Charakter Designer:
  Shingo Araki - Shoot!, Saint Seiya, Garasu no Kamen, Aishite Night (Rock'n'Roll Kids)
Michi Himeno - Saint Seiya, Majokko Megu, Hana no ko Lun Lun
Art Director:   Toshiharu Mizutani - Cat's Eye, AKIRA
Produzent:   Yutaka Fujioka - Lupin III, Ulysses 31, AKIRA
Regie:   Tadao Nagahama - Ulysses 31 Osamu Dezaki - Cobra, Oniisama e..., Golgo 13